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Die  Hamburg Blue Devils und ihre Geschichte

 

Die Hamburg Blue Devils blicken auf eine bereits 20-jährige Vereinsgeschichte zurück. 1991entstand aus den Hamburg Hornets, die aus einer Fusion der Hamburg Dolphins und Harburg Rubberducks hervorgegangen waren zunächst das „Team Hamburg“, das ursprünglich in einer von einem Fernsehsender geplanten Europaliga starten sollte.

1992 wurde der Hamburg Blue Devils e. V. gegründet. Unter der Bezeichnung Hamburg Hornets nahm das Team Hamburg am regulären Spielbetrieb der 3. Liga Nord teil und erreichte den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Nachdem die Fernsehpläne platzten, spielte das Team unter der Bezeichnung Hamburg Blue Devils als Non-League-Team einzelne Spiele gegen ausgewählte europäische Gegner in den nach dem Hauptsponsor benannten "Schweppes Cool Masters".

Nach Protest der Braunschweig Lions zogen sich 1993 die Hamburg Hornets aus dem Spielbetrieb zurück. Die Hamburg Blue Devils spielten weiterhin als Non-League-Team.

Im gleichen Jahr griff der damalige HBD-Präsident Axel Gernert die alten Pläne wieder auf und gründete am AFVD vorbei die Football League of Europe (FLE), an der die Devils sowie weitere deutsche und europäische Vereine im Jahr 1994 teilnahmen. Im Endspiel der FLE unterlag man den Stockholm Nordic Vikings mit 35:43 im Volksparkstadion.

Anfang des Jahres 1995 nahmen die Devils ein Angebot des AFVD an, als Quereinsteiger in der 1. Bundesliga, der heutigen German Football League zu spielen. Im selben Jahr wurden die Devils deutscher Vizemeister im German Bowl gegen die Düsseldorf Panther. Die 2. Mannschaft der Devils (Hamburg Grey Devils) fusionierte 1995 mit den Hamburg Patriots, benannte sich in Hamburg Wild Huskies (zwischenzeitlich Hamburg Eagles) um und wechselte zum SC Victoria Hamburg. Beim Charity Bowl 1995 gewannen die Blue Devils gegen die St. Xavier University aus Chicago mit 20:0. Es war der erste Erfolg eines europäischen Teams gegen ein US College.

1996 gewannen die Hamburg Blue Devils sowohl den German Bowl, als auch den Eurobowl. 1997 verpassten die Devils den Einzug in den German Bowl, gewannen jedoch zum zweiten Mal den Eurobowl.


Im Jahr 1998 gewannen die Devils als erstes Team überhaupt den Eurobowl zum dritten Mal in Folge, verloren jedoch im German Bowl wie auch im Jahr 1999 gegen die Braunschweig Lions.

Ein Zusammenbruch ereignete sich im Jahr 2000, als die Devils trotz eines hochdotierten Teams in der GFL nur ein einziges
Spiel gewinnen konnten und nur durch den Rückzug der Bremen Bravehearts der Gang in die Relegation vermieden wurde. Höhepunkt des Jahres war das Freundschafts-Spiel gegen ein Alumni-Team der Notre Dame Fighting Irish. Die Devils hatten sich finanziell übernommen und Axel Gernert zog sich zurück.

In der Saison 2001 spielten die Blue Devils wie ausgewechselt. Verstärkt durch Star-Runningback Estrus Crayton und Star-Coach Kent Anderson erreichten sie zum fünften Mal den German Bowl und errangen ihren zweiten nationalen Titel, durch ein 31:13 gegen die Braunschweig Lions.

In der Saison 2002 folgte der dritte German Bowl-Sieg, trotz diverser Turbulenzen (u.A. Trennung von Head Coach Anderson).

Im Jahr 2003 mussten die Hamburg Blue Devils Insolvenz anmelden und konnten den Spielbetrieb nur unter strengen Auflagen und mit finanzieller Unterstützung der Fans und Sponsoren beenden. Trotzdem konnte erneut der Meistertitel gewonnen werden.

Durch Einstieg eines neuen Investors wurde die Saison 2004 gesichert, die durch eine Niederlage im Viertelfinale bei den Marburg Mercenaries beendet wurde.

Nachdem sich 2005 Planungen, künftig im Billtalstadion zu spielen zerschlagen hatten, wurde am 28. Februar verkündet, an der Memellandallee in Hamburg-Altona ein eigenes Stadion zu errichten, die heutige eVendi Arena. Nach Insolvenz des Vermarkters sicherte die neu gegründete Sport Vermarktung Hamburg GmbH den Spielbetrieb. Trotz dieser Turbulenzen erreichten die Devils den German Bowl und mussten sich mit einem 28:31 gegen die Braunschweig Lions nur knapp geschlagen geben.

In der Saison 2006 erreichten die Devils den zweiten Platz in der GFL-Nord. Im Halbfinale unterlagen sie dem Gastgeber Marburg Mercenaries mit 33:20.

Im Frühjahr 2007 verkündeten die Blue Devils auf einer gemeinsam mit dem FC St. Pauli abgehaltenen Pressekonferenz die Rückkehr ins Millerntor-Stadion. Im Play-Off Viertelfinale der Saison 2007 unterlagen sie den Stuttgart Scorpions.

In der Saison 2008 verpassten die Blue Devils als Tabellenfünfter die Play-Offs.

Die Blue Devils spielten seit 14 Jahren ununterbrochen in der GFL, was sonst nur den Braunschweig Lions und den Stuttgart Scorpions gelang, die beide ebenfalls seit 1995 in der GFL spielten. Diese Serie endete kurz vor Beginn der Saison 2009, als die Blue Devils aufgrund finanzieller Engpässe die GFL-Lizenz zurückgeben mussten.[1] Das Team startete anschließend in der Regionalliga Nord, die dafür von sechs auf sieben Mannschaften vergrößert wurde.

2010 schafften sie den Aufstieg in die GFL 2 Nord und ein Jahr später den Aufstieg in die GFL.

Am 1. Januar 2011 schlossen die Hamburg Blue Devils eine Kooperationsvereinbarung mit dem Hamburger Sport-Verein und tragen seitdem den Namen HSV Hamburg Blue Devils.[2] Seit 2011 spielen die HSV Hamburg Blue Devils in der Adolf-Jäger-Kampfbahn.

2012 traten die Blue Devils in der GFL an.

Titel der HSV Hamburg Blue Devils